Anlässlich des vierten Jahrestages des russischen Angriffs auf die Ukraine bringt die Internationale Münchner Friedenskonferenz Vertreter der Zivilgesellschaft aus Russland und der Ukraine zusammen. Im Fokus stehen Kriegsdienstverweigerer und Aktivistinnen, die sich dem Krieg entziehen und dafür Repressionen, Haft oder Exil in Kauf nehmen.
Die Internationale Münchner Friedenskonferenz 2026 steht unter dem Motto „Gegen den Strom der Gewalt“. In einer Zeit zunehmender Kriege, Militarisierung und machtpolitischer Eskalationen rückt die Konferenz den Mut in den Mittelpunkt, sich staatlicher Gewaltlogik, Aufrüstung und Kriegspolitik entgegenzustellen. Ziel ist es, zivilgesellschaftliche Perspektiven zu stärken und Räume für Dialog, Kritik und solidarisches Handeln zu eröffnen.
„Diese Stimmen fehlen auf der Sicherheitskonferenz nicht aus Zufall. Sie passen nicht in eine sicherheitspolitische Logik, die auf Aufrüstung und Abschreckung setzt“, sagte Maria R. Feckl, Projektleiterin der Internationalen Münchner Friedenskonferenz. Die Friedenskonferenz verstehe sich bewusst als zivilgesellschaftlicher Gegenentwurf zu einer Debatte, die maßgeblich von staatlichen Akteuren und Rüstungsinteressen geprägt sei und als Gegenentwurf zur gleichzeitig stattfindenden Münchner Sicherheitskonferenz.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Erfahrungen und die rechtliche Situation von Kriegsdienstverweigerern in Russland, der Ukraine und Israel. „Wir erfahren von ihrem Engagement gegen den Krieg, von menschlichen Schicksalen und rechtlichen Konsequenzen für Kriegsdienstverweigerer in der Ukraine, in Russland und in Israel“, so Feckl.
Die Internationale Münchner Friedenskonferenz findet vom 13. bis 15. Februar 2026 parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz im Salesianum, St.-Wolfgangs-Platz 11, in München-Haidhausen statt.
Weitere Informationen zu Programm, Mitwirkenden und Veranstaltungsort unter: https://friedenskonferenz.info/